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Lexikon: Begriffe rund um den Fachwirt im Gastgewerbe
Von der Angebotsform bis zur Teilprüfung: Hier werden die Begriffe erklärt, die in Lehrgang und Prüfung ständig vorkommen.

Das Lexikon sammelt Begriffe aus der Hotellerie, der Gastronomie, der Systemgastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung sowie aus der IHK-Fortbildung. Jeder Eintrag beginnt mit einer kurzen Erklärung und verweist auf verwandte Begriffe. Prüfungsbezogene Einträge stützen sich auf die Rechtsvorschriften der IHK Koblenz, Stand 17.04.2026; andere Kammern können abweichen.
A
- Average Daily RateDer durchschnittliche Zimmerpreis, der pro verkauftem Zimmer innerhalb eines Zeitraums erzielt wird.
- ArbeitszeitgesetzDas Gesetz, das Höchstarbeitszeiten, Ruhepausen und Ruhezeiten für Beschäftigte in Deutschland regelt.
- AllergenkennzeichnungDie Pflicht, in Speisen enthaltene Stoffe, die Allergien auslösen können, für Gäste erkennbar anzugeben.
- Aufstiegs-BAföGDie staatliche Förderung für berufliche Fortbildungen, die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie einen Unterhaltsbeitrag umfasst.
- AusbildereignungDie fachliche und pädagogische Befähigung zum Ausbilden, die in der Fachwirt-Fortbildung unter bestimmten Bedingungen entfallen kann.
B
- BelegungsquoteDer Anteil der belegten Zimmer oder Betten an allen verfügbaren Einheiten in einem bestimmten Zeitraum.
- BeschwerdemanagementDer strukturierte Umgang mit Gästebeschwerden, von der Annahme über die Lösung bis zur Auswertung.
- Break-even-AnalyseDie Berechnung des Umsatzes, ab dem ein Betrieb weder Gewinn noch Verlust macht.
- BrigadeDie klar gegliederte Küchenhierarchie mit festen Aufgabenbereichen vom Küchenchef bis zum Commis.
- BankettEin festlich organisiertes Essen für eine größere Gesellschaft, meist mit festem Menü, Service und Programm.
- BestehenserlassDer teilweise Erlass des Förderdarlehens, wenn die Fortbildungsprüfung erfolgreich bestanden wurde.
- BildungsurlaubEin gesetzlicher Freistellungsanspruch für Weiterbildung, der je nach Bundesland unterschiedlich geregelt ist.
- BerufsbildungsgesetzDas Bundesgesetz, das die berufliche Bildung regelt, einschließlich der Fortbildungsprüfungen und ihrer Zuständigkeiten.
- BerufspraxisDie im Berufsleben nachgewiesene Tätigkeit, die als Zulassungsvoraussetzung für Fortbildungsprüfungen angerechnet wird.
C
- CateringDie externe Belieferung von Veranstaltungen oder Gruppen mit Speisen und Getränken, oft samt Service und Equipment.
- Channel-ManagementDie abgestimmte Steuerung aller Vertriebskanäle, damit Preise, Verfügbarkeiten und Kontingente überall konsistent sind.
- ControllingDie laufende Planung, Kontrolle und Steuerung von Zahlen, damit ein Betrieb seine Ziele erreicht.
- Cross-SellingDas Anbieten passender Zusatzleistungen zu einer bereits gewählten Hauptleistung, etwa ein Getränk zum Menü.
D
- DirektbuchungEine Buchung, die der Gast direkt beim Betrieb tätigt, ohne Vermittler oder Buchungsplattform dazwischen.
- DeckungsbeitragDer Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Erlös übrig bleibt und zur Deckung der Fixkosten dient.
- DienstplanDie verbindliche Übersicht über Schichten und Einsatzzeiten der Mitarbeitenden für einen festgelegten Zeitraum.
- Deutscher QualifikationsrahmenDer Referenzrahmen, der Abschlüsse der beruflichen und akademischen Bildung nach Niveaus einordnet.
F
- Front OfficeDer Empfangs- und Buchungsbereich eines Hotels, der Anreise, Abrechnung und Gästekommunikation verantwortet.
- Food CostDer Anteil des Wareneinsatzes am Speisenumsatz, mit dem Gastronomen ihre Kalkulation laufend überprüfen.
- FranchiseEin Geschäftsmodell, bei dem ein Franchisegeber sein Konzept gegen Gebühren an selbstständige Franchisenehmer überlässt.
- FachgesprächEine mündliche Prüfungsform, in der Kandidaten fachliche Fragen beantworten und eine Situation fundiert erläutern.
G
- Geprüfter Fachwirt im GastgewerbeIHK-Fortbildungsabschluss für Führungskräfte in Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.
- GastronomieDer Bereich, in dem Speisen und Getränke zubereitet und gegen Entgelt an Gäste verkauft werden.
- GemeinschaftsverpflegungDie Versorgung größerer Personengruppen in Betrieben, Schulen, Kliniken oder Einrichtungen mit planbaren Menüs.
- GästebetreuungDie Begleitung des Gastes vor, während und nach dem Aufenthalt, von der Anfrage bis zur Nachbetreuung.
- GästeorientierungDie konsequente Ausrichtung aller Abläufe und Angebote an den Erwartungen und Bedürfnissen der Gäste.
- Gewinn- und VerlustrechnungDie Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen eines Zeitraums, aus der sich das Jahresergebnis ergibt.
- GaststättenrechtDie rechtlichen Regeln für den Betrieb einer Gaststätte, etwa Erlaubnispflichten, Öffnungszeiten und Jugendschutz.
- GesamtnoteDas Ergebnis der Fortbildungsprüfung, das sich aus gewichteten Teilleistungen wie Schriftlichem, Fachgespräch und Präsentation zusammensetzt.
H
- HotellerieDer Wirtschaftsbereich der Beherbergung, zu dem Hotels, Pensionen und Ferienunterkünfte zählen.
- HousekeepingDie Abteilung eines Hotels, die Zimmer reinigt, Wäsche verwaltet und den Zustand der Unterkünfte sichert.
- HACCPEin Verfahren zur systematischen Erkennung und Kontrolle von Gefahren für die Lebensmittelsicherheit in jedem Arbeitsschritt.
- Handlungsspezifische QualifikationenDer zweite Prüfungsteil des Fachwirts im Gastgewerbe mit branchenbezogenen Themen wie Gästeorientierung und Angebotsformen.
J
- Jugendschutz im GaststättenbetriebDie Regeln, die festlegen, welche Getränke und Aufenthalte Kindern und Jugendlichen im Betrieb erlaubt sind.
K
- KostenstelleEin abgegrenzter Verantwortungsbereich im Betrieb, dem Kosten zugeordnet werden, etwa Küche, Service oder Housekeeping.
- KostenrechnungDas System, mit dem Kosten erfasst, zugeordnet und ausgewertet werden, um Preise und Entscheidungen zu fundieren.
- KinderbetreuungszuschlagEin monatlicher Zuschlag im Aufstiegs-BAföG für alleinerziehende Teilnehmende mit kleinen Kindern.
L
- LiquiditätDie Fähigkeit eines Betriebs, fällige Zahlungen jederzeit aus vorhandenen Mitteln zu begleichen.
- LebensmittelhygieneDie Gesamtheit der Maßnahmen, mit denen Lebensmittel vor Verunreinigung und Verderb geschützt werden.
- LehrgangEine strukturierte Lernmaßnahme mit festen Inhalten und Terminen, die auf eine Fortbildungsprüfung vorbereitet.
M
- Mise en placeDie Vorbereitung aller Zutaten, Geräte und Abläufe vor Beginn eines Service, damit die Arbeit geordnet abläuft.
- Menü-EngineeringDie systematische Analyse einer Speisekarte nach Beliebtheit und Deckungsbeitrag, um Gerichte gezielt zu steuern.
- Marketing-MixDie abgestimmte Kombination aus Produkt, Preis, Vertrieb und Kommunikation, mit der ein Betrieb seine Zielgruppen erreicht.
- Mündliche ErgänzungsprüfungEine kurze mündliche Prüfung, die bei knapp nicht bestandenen schriftlichen Leistungen die Note verbessern kann.
- MaßnahmebeitragDer Gesamtbetrag für Lehrgang und Prüfung, der im Aufstiegs-BAföG teilweise als Zuschuss und teilweise als Darlehen gefördert wird.
P
- PersonaleinsatzplanungDie Planung, wann welche Mitarbeitenden mit welcher Qualifikation eingesetzt werden, abgestimmt auf Auslastung und Budget.
- PachtvertragDer Vertrag, mit dem ein Betrieb oder Objekt gegen Entgelt zur Nutzung überlassen wird, ohne es zu verkaufen.
R
- Revenue ManagementDie gezielte Steuerung von Preisen und Verfügbarkeiten, um aus vorhandenen Kapazitäten möglichst viel Umsatz zu erzielen.
- RevPARDie Kennzahl Umsatz je verfügbares Zimmer, die Auslastung und Preis in einer Größe vereint.
S
- SystemgastronomieGastronomie mit standardisierten Konzepten, einheitlichen Abläufen und meist mehreren Filialen unter einer Marke.
- SpeisenkalkulationDie Berechnung des Verkaufspreises eines Gerichts aus Wareneinsatz, Zuschlägen und gewünschter Spanne.
- SchichtmodellEin festgelegtes System, nach dem Arbeitszeiten in Schichten organisiert werden, etwa Früh-, Spät- oder Geteilte Dienste.
- ServiceketteDie Abfolge aller Kontaktpunkte zwischen Gast und Betrieb, von der ersten Anfrage bis zur Nachbetreuung.
- Situationsbezogenes FachgesprächEin Fachgespräch mit Präsentation, das eine betriebliche Situation aufgreift und Lösungswege begründet.
T
- TeilprüfungEin eigenständiger Abschnitt der Fortbildungsprüfung, der getrennt abgelegt, bewertet und bestanden werden muss.
U
- UpsellingDas Angebot einer höherwertigen Variante einer Leistung, etwa einer größeren Portion oder einer besseren Zimmerkategorie.
- UnterhaltsbeitragDer Zuschuss zum Lebensunterhalt während einer Vollzeitfortbildung im Aufstiegs-BAföG, der nach persönlicher Situation berechnet wird.
V
- VertriebskanalDer Weg, über den ein Gast eine Leistung bucht, etwa direkt über die Webseite, ein Buchungsportal oder das Telefon.
- VermögensfreibetragDer Betrag, bis zu dem Vermögen bei der Förderberechnung unberücksichtigt bleibt, und der sich für Ehepartner und Kinder erhöht.
W
- WareneinsatzDer Wert aller Waren, die in einem Zeitraum tatsächlich verbraucht und weiterverkauft wurden.
- Wirtschaftsbezogene QualifikationenDer erste Prüfungsteil des Fachwirts mit betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen für Führungskräfte.
- WiederholungsprüfungDie erneute Ablegung einer nicht bestandenen Teilprüfung innerhalb der von der Kammer vorgesehenen Grenzen.
Z
- ZielgruppenanalyseDie Untersuchung, welche Gäste ein Betrieb anspricht, welche Bedürfnisse sie haben und wie sie erreichbar sind.
- ZulassungsvoraussetzungenDie Bedingungen wie Ausbildung und Berufspraxis, die vor einer Anmeldung zur Fachwirt-Prüfung erfüllt sein müssen.
- Zuständige StelleDie Kammer, die Fortbildungsprüfungen durchführt und die Rechtsvorschriften für ihren Bezirk erlässt.