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Fachwirt Gastgewerbe

Zulassung, Prüfung, Kosten, Termine

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Lexikon: Begriffe rund um den Fachwirt im Gastgewerbe

Von der Angebotsform bis zur Teilprüfung: Hier werden die Begriffe erklärt, die in Lehrgang und Prüfung ständig vorkommen.

Aufgeschlagenes Nachschlagewerk mit Bleistift auf einem Tisch
Foto: https://kaboompics.com/ / Pexels

Das Lexikon sammelt Begriffe aus der Hotellerie, der Gastronomie, der Systemgastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung sowie aus der IHK-Fortbildung. Jeder Eintrag beginnt mit einer kurzen Erklärung und verweist auf verwandte Begriffe. Prüfungsbezogene Einträge stützen sich auf die Rechtsvorschriften der IHK Koblenz, Stand 17.04.2026; andere Kammern können abweichen.

A

  • Average Daily RateDer durchschnittliche Zimmerpreis, der pro verkauftem Zimmer innerhalb eines Zeitraums erzielt wird.
  • ArbeitszeitgesetzDas Gesetz, das Höchstarbeitszeiten, Ruhepausen und Ruhezeiten für Beschäftigte in Deutschland regelt.
  • AllergenkennzeichnungDie Pflicht, in Speisen enthaltene Stoffe, die Allergien auslösen können, für Gäste erkennbar anzugeben.
  • Aufstiegs-BAföGDie staatliche Förderung für berufliche Fortbildungen, die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie einen Unterhaltsbeitrag umfasst.
  • AusbildereignungDie fachliche und pädagogische Befähigung zum Ausbilden, die in der Fachwirt-Fortbildung unter bestimmten Bedingungen entfallen kann.

B

  • BelegungsquoteDer Anteil der belegten Zimmer oder Betten an allen verfügbaren Einheiten in einem bestimmten Zeitraum.
  • BeschwerdemanagementDer strukturierte Umgang mit Gästebeschwerden, von der Annahme über die Lösung bis zur Auswertung.
  • Break-even-AnalyseDie Berechnung des Umsatzes, ab dem ein Betrieb weder Gewinn noch Verlust macht.
  • BrigadeDie klar gegliederte Küchenhierarchie mit festen Aufgabenbereichen vom Küchenchef bis zum Commis.
  • BankettEin festlich organisiertes Essen für eine größere Gesellschaft, meist mit festem Menü, Service und Programm.
  • BestehenserlassDer teilweise Erlass des Förderdarlehens, wenn die Fortbildungsprüfung erfolgreich bestanden wurde.
  • BildungsurlaubEin gesetzlicher Freistellungsanspruch für Weiterbildung, der je nach Bundesland unterschiedlich geregelt ist.
  • BerufsbildungsgesetzDas Bundesgesetz, das die berufliche Bildung regelt, einschließlich der Fortbildungsprüfungen und ihrer Zuständigkeiten.
  • BerufspraxisDie im Berufsleben nachgewiesene Tätigkeit, die als Zulassungsvoraussetzung für Fortbildungsprüfungen angerechnet wird.

C

  • CateringDie externe Belieferung von Veranstaltungen oder Gruppen mit Speisen und Getränken, oft samt Service und Equipment.
  • Channel-ManagementDie abgestimmte Steuerung aller Vertriebskanäle, damit Preise, Verfügbarkeiten und Kontingente überall konsistent sind.
  • ControllingDie laufende Planung, Kontrolle und Steuerung von Zahlen, damit ein Betrieb seine Ziele erreicht.
  • Cross-SellingDas Anbieten passender Zusatzleistungen zu einer bereits gewählten Hauptleistung, etwa ein Getränk zum Menü.

D

  • DirektbuchungEine Buchung, die der Gast direkt beim Betrieb tätigt, ohne Vermittler oder Buchungsplattform dazwischen.
  • DeckungsbeitragDer Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Erlös übrig bleibt und zur Deckung der Fixkosten dient.
  • DienstplanDie verbindliche Übersicht über Schichten und Einsatzzeiten der Mitarbeitenden für einen festgelegten Zeitraum.
  • Deutscher QualifikationsrahmenDer Referenzrahmen, der Abschlüsse der beruflichen und akademischen Bildung nach Niveaus einordnet.

F

  • Front OfficeDer Empfangs- und Buchungsbereich eines Hotels, der Anreise, Abrechnung und Gästekommunikation verantwortet.
  • Food CostDer Anteil des Wareneinsatzes am Speisenumsatz, mit dem Gastronomen ihre Kalkulation laufend überprüfen.
  • FranchiseEin Geschäftsmodell, bei dem ein Franchisegeber sein Konzept gegen Gebühren an selbstständige Franchisenehmer überlässt.
  • FachgesprächEine mündliche Prüfungsform, in der Kandidaten fachliche Fragen beantworten und eine Situation fundiert erläutern.

G

  • Geprüfter Fachwirt im GastgewerbeIHK-Fortbildungsabschluss für Führungskräfte in Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.
  • GastronomieDer Bereich, in dem Speisen und Getränke zubereitet und gegen Entgelt an Gäste verkauft werden.
  • GemeinschaftsverpflegungDie Versorgung größerer Personengruppen in Betrieben, Schulen, Kliniken oder Einrichtungen mit planbaren Menüs.
  • GästebetreuungDie Begleitung des Gastes vor, während und nach dem Aufenthalt, von der Anfrage bis zur Nachbetreuung.
  • GästeorientierungDie konsequente Ausrichtung aller Abläufe und Angebote an den Erwartungen und Bedürfnissen der Gäste.
  • Gewinn- und VerlustrechnungDie Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen eines Zeitraums, aus der sich das Jahresergebnis ergibt.
  • GaststättenrechtDie rechtlichen Regeln für den Betrieb einer Gaststätte, etwa Erlaubnispflichten, Öffnungszeiten und Jugendschutz.
  • GesamtnoteDas Ergebnis der Fortbildungsprüfung, das sich aus gewichteten Teilleistungen wie Schriftlichem, Fachgespräch und Präsentation zusammensetzt.

H

  • HotellerieDer Wirtschaftsbereich der Beherbergung, zu dem Hotels, Pensionen und Ferienunterkünfte zählen.
  • HousekeepingDie Abteilung eines Hotels, die Zimmer reinigt, Wäsche verwaltet und den Zustand der Unterkünfte sichert.
  • HACCPEin Verfahren zur systematischen Erkennung und Kontrolle von Gefahren für die Lebensmittelsicherheit in jedem Arbeitsschritt.
  • Handlungsspezifische QualifikationenDer zweite Prüfungsteil des Fachwirts im Gastgewerbe mit branchenbezogenen Themen wie Gästeorientierung und Angebotsformen.

J

K

  • KostenstelleEin abgegrenzter Verantwortungsbereich im Betrieb, dem Kosten zugeordnet werden, etwa Küche, Service oder Housekeeping.
  • KostenrechnungDas System, mit dem Kosten erfasst, zugeordnet und ausgewertet werden, um Preise und Entscheidungen zu fundieren.
  • KinderbetreuungszuschlagEin monatlicher Zuschlag im Aufstiegs-BAföG für alleinerziehende Teilnehmende mit kleinen Kindern.

L

  • LiquiditätDie Fähigkeit eines Betriebs, fällige Zahlungen jederzeit aus vorhandenen Mitteln zu begleichen.
  • LebensmittelhygieneDie Gesamtheit der Maßnahmen, mit denen Lebensmittel vor Verunreinigung und Verderb geschützt werden.
  • LehrgangEine strukturierte Lernmaßnahme mit festen Inhalten und Terminen, die auf eine Fortbildungsprüfung vorbereitet.

M

  • Mise en placeDie Vorbereitung aller Zutaten, Geräte und Abläufe vor Beginn eines Service, damit die Arbeit geordnet abläuft.
  • Menü-EngineeringDie systematische Analyse einer Speisekarte nach Beliebtheit und Deckungsbeitrag, um Gerichte gezielt zu steuern.
  • Marketing-MixDie abgestimmte Kombination aus Produkt, Preis, Vertrieb und Kommunikation, mit der ein Betrieb seine Zielgruppen erreicht.
  • Mündliche ErgänzungsprüfungEine kurze mündliche Prüfung, die bei knapp nicht bestandenen schriftlichen Leistungen die Note verbessern kann.
  • MaßnahmebeitragDer Gesamtbetrag für Lehrgang und Prüfung, der im Aufstiegs-BAföG teilweise als Zuschuss und teilweise als Darlehen gefördert wird.

P

  • PersonaleinsatzplanungDie Planung, wann welche Mitarbeitenden mit welcher Qualifikation eingesetzt werden, abgestimmt auf Auslastung und Budget.
  • PachtvertragDer Vertrag, mit dem ein Betrieb oder Objekt gegen Entgelt zur Nutzung überlassen wird, ohne es zu verkaufen.

R

  • Revenue ManagementDie gezielte Steuerung von Preisen und Verfügbarkeiten, um aus vorhandenen Kapazitäten möglichst viel Umsatz zu erzielen.
  • RevPARDie Kennzahl Umsatz je verfügbares Zimmer, die Auslastung und Preis in einer Größe vereint.

S

  • SystemgastronomieGastronomie mit standardisierten Konzepten, einheitlichen Abläufen und meist mehreren Filialen unter einer Marke.
  • SpeisenkalkulationDie Berechnung des Verkaufspreises eines Gerichts aus Wareneinsatz, Zuschlägen und gewünschter Spanne.
  • SchichtmodellEin festgelegtes System, nach dem Arbeitszeiten in Schichten organisiert werden, etwa Früh-, Spät- oder Geteilte Dienste.
  • ServiceketteDie Abfolge aller Kontaktpunkte zwischen Gast und Betrieb, von der ersten Anfrage bis zur Nachbetreuung.
  • Situationsbezogenes FachgesprächEin Fachgespräch mit Präsentation, das eine betriebliche Situation aufgreift und Lösungswege begründet.

T

  • TeilprüfungEin eigenständiger Abschnitt der Fortbildungsprüfung, der getrennt abgelegt, bewertet und bestanden werden muss.

U

  • UpsellingDas Angebot einer höherwertigen Variante einer Leistung, etwa einer größeren Portion oder einer besseren Zimmerkategorie.
  • UnterhaltsbeitragDer Zuschuss zum Lebensunterhalt während einer Vollzeitfortbildung im Aufstiegs-BAföG, der nach persönlicher Situation berechnet wird.

V

  • VertriebskanalDer Weg, über den ein Gast eine Leistung bucht, etwa direkt über die Webseite, ein Buchungsportal oder das Telefon.
  • VermögensfreibetragDer Betrag, bis zu dem Vermögen bei der Förderberechnung unberücksichtigt bleibt, und der sich für Ehepartner und Kinder erhöht.

W

  • WareneinsatzDer Wert aller Waren, die in einem Zeitraum tatsächlich verbraucht und weiterverkauft wurden.
  • Wirtschaftsbezogene QualifikationenDer erste Prüfungsteil des Fachwirts mit betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen für Führungskräfte.
  • WiederholungsprüfungDie erneute Ablegung einer nicht bestandenen Teilprüfung innerhalb der von der Kammer vorgesehenen Grenzen.

Z

  • ZielgruppenanalyseDie Untersuchung, welche Gäste ein Betrieb anspricht, welche Bedürfnisse sie haben und wie sie erreichbar sind.
  • ZulassungsvoraussetzungenDie Bedingungen wie Ausbildung und Berufspraxis, die vor einer Anmeldung zur Fachwirt-Prüfung erfüllt sein müssen.
  • Zuständige StelleDie Kammer, die Fortbildungsprüfungen durchführt und die Rechtsvorschriften für ihren Bezirk erlässt.